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als 2000 Jahre alte Wandmalereien belegen, dass in Korea schon während
der Koguryo-Dynastie (um 37 v. Chr.) Kampftechniken ausgeführt
wurden, die noch heute gebräuchlich sind.
Nach dem zweiten Weltkrieg existierten in Korea eine Reihe ähnlicher
Kampfkünste unter den unterschiedlichsten Namen wie Tae-Soo-Do,
Kung-Su oder Tang-Soo-Do. 1954 einigten sich die höchsten Danträger
Koreas auf die Bezeichnung Taekwondo. In Nordkorea entwickelte sich
unter Generalmajor a.D. Choi Hong-Hi das ITF-System (International
Taekwondo Federation), in Südkorea unter Kim Un-Yong die World
Taekwondo Federation (WTF), die 1973 gegründet wurde. Die Deutsche
Taekwondo Union (DTU) ist Mitglied der Europäischen Taekwondo
Union (ETU) sowie der World Taekwondo Federation (WTF).
General a.D. Choi veranstaltete 1965 erste Taekwondo-Demonstrationen
in Deutschland. Ein Großmeister aus diesem Präsentationsteam,
Kwon Jae-Hwa, blieb in München und war bis 1972 maßgeblich
an der Verbreitung des Taekwondo beteiligt. Seither ist diese koreanische
Kampfsportart in Deutschland fest etabliert. Bereits im Jahr 1968
gab es die erste deutsche Meisterschaft. Am 25.-27. Mai 1973 fand
in Seoul (Südkorea) die 1. Taekwondo-Weltmeisterschaft statt.
Die 4. Taekwondo-Weltmeisterschaft wurde am 24.-28. Oktober 1979
Sindelfingen bei Stuttgart ausgetragen. Rainer Müller wurde
bei diesem Turnier der erste deutsche Taekwondo-Weltmeister. Zwei
Jahre später wurde Taekwondo der Status einer olympischen Disziplin
zuerkannt. Bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul und 1992 in
Barcelona wurde Taekwondo einem internationalen Publikum als Demonstrationssportart
präsentiert. Bei der IOC-Sitzung am 04.09.1994 in Paris wurde
Taekwondo zur vollwertigen olympischen Sportart erklärt. Nach
einer Bronzemedaille bei den Weltmeisterschaften 1993 in New York
errang der Bonner Aziz Acharki (Olympic Taekwondo Club Bonn e.V.)
zwei Jahre später bei der Weltmeisterschaft in Manila die Goldmedaille
und wurde damit der erfolgreichste Deutsche Taekwondo-Sportler.
2000 im australischen Sydney wurde Taekwondo erstmals im offiziellen
olympischen Programm ausgetragen. Neben Faissal Ebnoutalib (Silbermedaille)
gehörte auch der Weltmeister von 1995, Aziz Acharki, zum Team
der DTU.
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