Beim Taekwondo gibt es zwei Arten von sportlichem Wettkampf.
Der Vollkontakt-Wettkampf (Kyorugi)
Im Vollkontakt-Kampf gilt es eigene Techniken schnell und präzise
anzubringen bzw. gegnerische Attacken im Ansatz zu erkennen und
zu vereiteln. Alles was der Kämpfer unternimmt, muss der jeweiligen
Situation Angepasst sein. Er sollte jede Einseitigkeit im Kampfstil
vermeiden, seine Kombinationsmöglichkeiten ausschöpfen,
Kontertechniken anbringen und den Gegner so ins Hintertreffen bringen.
Im rechtzeitigen Erkennen, Blocken und Kontern gegnerischer Angriffe
besteht die eigene Überlegenheit. Der sportliche Wettkampf
geht über drei Runden, welche vom Athleten hervorragendes Können,
eiserne Kondition, blitzschnelle Reaktion Selbstdisziplin und Mut
erfordern.
Durch eine strenge Reglementierung und eine gut durchdachte und
umfangreiche Schutzausrüstung (Weste, Tiefschutz, Arm- und
Beinschützer sowie Kopfschutz) sind auch bei dieser extrem-dynamischen
Ausführung des Taekwondo Verletzungen äußerst selten.
Trefferfläche ist der vordere Teil der Weste und der Kopf.
Erlaubt sind Tritte und Faustschläge, letztere dürfen
jedoch nicht den Kopf treffen.
Der Formenlauf (Poomse)
In den Poomsen sind alle Angriffs- und Abwehrtechniken vereinigt.
Anhand eines festgelegten Bewegungsablaufes (imaginäre Gegner
werden in verschiedenen Kampfsituationen systematisch und sinnvoll
bekämpft) wird die Ausführung der Techniken bewertet.
Der Schwierigkeitsgrad der Poomse ist von der Gürtelgraduierung
abhängig. Die Bewegungen sollen kraftvoll, konzentriert und
rhythmisch sein und der Sportler soll zu jeder Zeit der Poomse sein
Gleichgewicht halten bzw. eine festen Stand haben. Die Einteilung
in Alters- und Graduierungsklassen ermöglicht einen direkten
Vergleich mit der Leistungsfähigkeit der eigenen Alters- bzw.
Gürtelgruppe. Weiterhin gibt es eine Synchrondisziplin, 3 Sportler
laufen möglichst synchron und gleichmäßig ihre Form,
sowie besonders publikumswirksame Musikformen.
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